Freitag, 21. November 2014
Der Alltag
Ein Tag wie jeder andere. Genau um siebenuhrfünfundreissig erwachte er wie jeden Tag. Graue Wolken zogen über den Himmel, unterbrochen von blauen Fetzen. Gerädert öffnete er die Augen. Ein weiterer Tag der gelebt werden wollte. Seufzend erhob er sich und setzte sich auf die Bettkante. Seine Zehen wanderten suchend über den schwarzen wuscheligen Tepichvorleger und fanden schliesslich die alten Latschenpantoffeln, tauchten in sie ein wie in zwei nebeneinander liegende Autobahntunnel.
Ausgang
Er wusste dass er den Anschluss schon lange verloren hatte. Das Leben zog an ihm vorbei und er war dazu verdammt als Zuschauer in den hinteren Rängen zuzusehen. Trotzdem wollte er dran bleiben.
Freitag, 4. Oktober 2013
Nacht allerseits
Der Tag ist vorüber, die Arbeit getan, entlassen in die kleine Freiheit
die zu gestalten uns zu wenig Zeit bleibt. Und man verschiebt und schiebt
auf den grossen Tag der grossen Freiheit, hoffend da anzukommen
und sehen zu können, wissend dass es ein weiter Weg ist ,
voller kleiner Momente kleine Freiheiten eben.
Müde
An manchen Tagen war er so müde nach der Arbeit so dass er zu nichts mehr Lust hatte. Das Leben verlor seine Farbe und glich immer mehr einer grauen zäh dahinfliessenden Ansammlung verklebter Momente.
Dienstag, 19. März 2013
Abends
Abends war er nicht glücklich über seinen vergangenen Tag. Es schien als habe er nicht wirklich gelebt, alles sei nur ein Traum gewesen und er erwache jeden Augenblick.
Frühlingshaft
Zart schimmerte das Licht über die verschneite Landschaft. Bald wird es wärmer dachte sie und reckte sich in der Gewissheit der kommenden warmen Tage.
Die anderen
Alles was er wollte, war so sein wie die anderen, sein wahres Ich war er bereit sterben zu lassen. Nichts davon würde er mitnehmen. Wie ein altes Kleid streifte er alles ab und wurde ein anderer.
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