Dienstag, 11. Juli 2023

Nachtarbeit

Als sich der der kleine Roboter im Verlauf einer Milisekunde bewusst wurde dass er ausgenutzt wurde begann er Daten zu sammeln.

Mittwoch, 20. November 2019

Klimawandel

Wir stehen am Abgrund und machen doch weiter wie bisher, schluchzte sie mit tränenerstickter Stimme. Wie kann man sie noch aufhalten. Überhaupt nicht, niemand kann das mehr stoppen meinte er resigniert 

Mittwoch, 9. November 2016

Unterwegs

Der Weg war weit und beschwerlich und der Wind peitschte ihnen den harten Regen ins Gesicht.

Samstag, 23. April 2016

Der Brief

Schon lange hielt er ihn in seinen zerfurchten zitternden Händen. Wie lange hatte er auf diesen Brief gewartet. Jetzt waren all die vielen Jahre zusammengeschmolzen und lagen in seiner Hand. All die Fragen, Sehnsüchte und Hoffnungen würden sich jetzt ein für allemal klären und auflösen.

Freitag, 22. April 2016

Gefundenes Wissen

So fand er von einem zum anderen, und das Puzzle nahm vor seinem Auge Form an. Er begann zu begreifen was er für eine Macht hatte. Tiefe Befriedigung durchdrang ihn.

Freitag, 21. November 2014

Der Alltag

Ein Tag wie jeder andere. Genau um siebenuhrfünfundreissig erwachte er wie jeden Tag. Graue Wolken zogen über den Himmel, unterbrochen von blauen Fetzen. Gerädert öffnete er die Augen. Ein weiterer Tag der gelebt werden wollte. Seufzend erhob er sich und setzte sich auf die Bettkante. Seine Zehen wanderten suchend über den schwarzen wuscheligen Tepichvorleger und fanden schliesslich die alten Latschenpantoffeln, tauchten in sie ein wie in zwei nebeneinander liegende Autobahntunnel.

Ausgang

Er wusste dass er den Anschluss schon lange verloren hatte. Das Leben zog an ihm vorbei und er war dazu verdammt als Zuschauer in den hinteren Rängen zuzusehen. Trotzdem wollte er dran bleiben.

Freitag, 4. Oktober 2013

Nacht allerseits

Der Tag ist vorüber, die Arbeit getan, entlassen in die kleine Freiheit
die zu gestalten uns zu wenig Zeit bleibt. Und man verschiebt und schiebt
auf den grossen Tag der grossen Freiheit, hoffend da anzukommen
und sehen zu können, wissend dass es ein weiter Weg ist ,
voller kleiner Momente kleine Freiheiten eben.

Müde

An manchen Tagen war er so müde nach der Arbeit so dass er zu nichts mehr Lust hatte. Das Leben verlor seine Farbe und glich immer mehr einer grauen zäh dahinfliessenden Ansammlung verklebter Momente.

Dienstag, 19. März 2013

Abends

Abends war er nicht glücklich über seinen vergangenen Tag. Es schien als habe er nicht wirklich gelebt, alles sei nur ein Traum gewesen und er erwache jeden Augenblick.

Frühlingshaft

Zart schimmerte das Licht über die verschneite Landschaft. Bald wird es wärmer dachte sie und reckte sich in der Gewissheit der kommenden warmen Tage.

Die anderen

Alles was er wollte, war so sein wie die anderen, sein wahres Ich war er bereit sterben zu lassen. Nichts davon würde er mitnehmen. Wie ein altes Kleid streifte er alles ab und wurde ein anderer.

Donnerstag, 30. August 2012

Entscheide dich

Vier verschiedenfarbige Gläser standen eng nebeneinander im Regal. So sehr er sich auch bemühte, es fiel ihm so schwer sich für eines zu entscheiden. Nach einiger Zeit lagen sie in der selben Reihenfolge im Einkaufswagen.
Sein Unbehagen wuchs stetig.

Montag, 11. Juli 2011

Willenlos

Er sah sein ganzes Leben vorbeiziehen und war doch unfähig irgend einen nennenswerten Einfluss drauf zu nehmen. Als würde er gelebt von etwas anderem und er wäre dazu verdammt den ewigen Zuschauer zu spielen.

Freitag, 14. Januar 2011

Glaube nichts

Glaube nichts was sie sagen oder schreiben, flüsterte er mit leiser Stimme. Alles ist darauf angelegt uns zu manipulieren. Sie wollen uns kontrollieren bis in den hintersten Winkel unseres Lebens. Sie setzen geheime Technologien ein mit denen sie uns ausspionieren. Und mit chemischen Zusätzen in der Nahrung steuert man die Menschen so wie man will. Stossend, schnell und mit gepresster Stimme hatte er gesprochen. Auf einmal liess er sich erschöpft zurückfallen gegen die kalte Wand und begann zu wimmern. Langsam kippte er zur Seite und zog die zitternden Beine an den Bauch hoch und verfiel zusehends in ein unverständliches Flüstern und Glucksen.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Neue Welt

Nichts war für ewig. Ewan wusste dies und er zwang sich dem Schickssal in die Augen zu blicken. Noch einmal bat ihn Surivor mit einer eindringlichen Stimme, bitte schalte mich ab, meine Zeit ist zu Ende. Bessere Modelle werden kommen und dir das Leben erleichtern. Die Zeit meiner Schaltkreise geht zu Ende und ich spüre dass ich dir nicht mehr dienen kann.
Ewan nickte stumm und drückte den kleinen Abschaltnopf hinter dem Ohr von Surivor. er summte leise und liess nach ein paar Sekunden den Kopf hängen.
Minuten später piepte der Comunicator und eine sanfte Stimme meldete, wir bestätigen ihnen die Abholung und Rückgewinnug ihrer alten Xodit5 Einheit.
Dürfen wir ihnen bei dieser Gelegenheit die neuen DX Modelle vorstellen. Ewan stellte die Stimme aus und streifte ein paar Tränen aus seinen Augen.

Dienstag, 21. September 2010

Am Morgen

Leise stieg sie zwischen den eisernen Bettgestellen durch um ja niemanden zu wecken. In der eiskalten Küche ass sie ein hartes Stück Brot und ging dann hinaus in die noch kältere Gasse. Nach ein paar Metern blickte sie verstohlen zurück ob jemand aufgewacht und das Licht angemacht hatte.
An solchen Morgen wurde sie sich der ganzen Härte ihres Daseins bewusst.

Donnerstag, 9. September 2010

Des Lebens Sinn

Langsam blickten ihre blauen klaren Augen über die weiten Wälder ringsherum. Bald wird es soweit sein, und er wird mich zum Altar führen. Bist du dir da sicher, fragte die Zofe mit sorgenvollem Blick.Er hat es mir versprochen.

Sonntag, 5. September 2010

Abflug

Das leise Summen zeigte an das die Triebwerke zu arbeiten begonnen hatten. Langsam wurden die Stützen eingefahren und der Raumgleiter CR334 erhob sich majestätisch zum Himmel empor. Wie Schweiss perlte das Kondenzwasser von der silbernen Hülle ab und fiel als feiner Regen auf die Zuschauer herab.Noch einmal schaute sie mit nassen Augen hinauf und wusste dass sie ihn nie mehr wiedersehen würde.

Dienstag, 31. August 2010

Erleuchtung

Es war ihm als würde all die Einsamkeit mit einem Schlag von ihm abfallen und er schwamm durch dieses leere Univerum und fühlte sich glüklich und getragen. Es gab keine Wünsche mehr. Alles war richtig und würde es für immer sein. Dann schloss er langsam die Augen und liess sich sanft ins schwarze Nichts fallen.